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Langeneu

9. Dezember 2008: Bernd Lange in Niedersachsen Spitzenkandidat für das Europaparlament

Der Burgdorfer Bernd Lange wurde heute in Berlin von der SPD auf Platz sechs der Bundesliste für das Europaparlament gewählt. Damit ist Lange Spitzenkandidat für Niedersachsen. Der 53-Jährige ist ein erfahrener Europapolitiker, der bereits von 1994 bis 2004 im Europaparlament tätig war und dort an vielen Gesetzgebungen mitwirkte, allein 30 Mal im Vermittlungsausschuss. Seinen Schwerpunkt in Brüssel sieht der Politiker in der sozialen Ausgestaltung der Europäischen Union. Dabei legt er großen Wert auf eine enge Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften. Themen wie Arbeitnehmerrechte, europäische Betriebsräte, Arbeit und Umwelt, Erneuerbare Energie, Umwelt und Verbraucherschutzschutz, Mobilitätswirtschaft und Chemikalienpolitik stehen für ihn ganz oben auf der Tagesordnung „Wir müssen dringend eine solidarische Erneuerung der EU anstreben, damit alle von der Europäischen Einigung profitieren“, formuliert der SPD-Politiker sein Ziel für die Arbeit in Brüssel.
Der freie Markt regle nicht alles und Kapital und Dienstleistungsfreiheit dürfen nicht über die Interessen der Menschen gesetzt werden. Wichtig seien zum Beispiel vernünftige Regulierungen des Finanzmarktes und eine aktive Industriepolitik, die auch die Interessen der Arbeitnehmer berücksichtige. „Schließlich ist in Niedersachsen jeder dritte Industriearbeitsplatz von der Automobilindustrie abhängig“, fordert Lange. „Der Automobilindustrie“, unterstreicht der 53-Jährige, „helfen vor allem Innovationen und Investitionen, die dem Klimaschutz dienen. Dass das möglich ist, hat Lange bereits während seiner Arbeit im Europäischen Parlament bewiesen. Strengere Abgaswerte für Fahrzeuge, für die er in Brüssel erfolgreich stritt, führten in Niedersachsen dazu, dass bei einem Katalysatorenhersteller rund 500 Arbeitsplätze entstanden. Bernd Lange, der in Burgdorf zu Hause ist, will künftig die Interessen Niedersachsens in Brüssel stärker berücksichtigt wissen. „Die EU-Strukturförderung ist für die Arbeitsmarkt- und Strukturpolitik zentral“, betont Lange. Kürzlich habe die EU- Kommission vorgeschlagen, die Kriterien für die Förderung durch die Europäischen Strukturfonds zu vereinfachen, die Durchführung zu verschlanken und die Vorauszahlungen zu beschleunigen. Lange sieht darin für Niedersachsen Chancen, Mittel aus den EU-Strukturtöpfen für dringend benötigte konjunkturelle Maßnahmen zu nutzen.

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