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Der SPD-Oberbürgermeisterkandidat Marc Hansmann

29. August 2019: Diskussion auf dem Roten Sofa

Hannovers SPD Oberbürgermeisterkandidat Marc Hansmann steht Rede und Antwort auf dem Roten Sofa in der Lister Meile.

Was muss sich in der Politik der Stadt ändern, damit Schulen besser ihrem Bildungsauftrag nachgehen können? Zu diesem Thema haben die Schulleiter der Gebrüder Grimm Grundschule, der IGS-List und der Ricarda Huch Schule mit Oberbrügermeister-Kandidat Marc Hansmann diskutiert. Zuvor hatte Marc auf dem Wochenmarkt entlang der Lister Meile das Gespräch mit Passanten gesucht.

Marc will die Schulsozialarbeit stärken, indem er den Schulen mehr Sozialarbeiter und mehr Sachmittel zur Verfügung stellen will. Die Schulen sollen dann im unabhängig und gemäß ihrer Notwendigkeiten entscheiden können, für welche Zwecke sie die Mittel für bessere Integrationsangebote und individuelle Unterstützung einsetzen. Am liebsten sähe er die Grundschulen, die ein gr0ßes Maß der Arbeit bei Integration und Inklusion leisteten, allein in kommunaler Verantwortung. Im Moment sei aber das Land für den Vormittag zuständig, die Stadt organsiere hingegen den Nachmittag bei der Ganztagsbetreuung und hier fehle es manchmal an der nötigen Verzahnung. Das müsse sich ändern.

Denn trotz vieler Hilfestellungen, beklagt beispielweise der Leiter der Gebrüder-Grimm-Schule, sei es für die Schulen mit hohem Veraltungsaufwand verbunden, die städtischen Angebote bei der Untertützung von Eltern und Kindern auch weirtklich in Anspruch zu nehmen.

Durchweg positiv beurteilen die Schulleiter die Mittel aus dem Digitalpakt Schule, befürchten aber, die bessere IT Infrastruktrur selbst instand halten und pflegen zu müssen. Marc will Lehrerinnen und Lehrer von diesen Aufgaben entlasten und dies als Aufgabe bei den städtischen IT Fachkräften ansiedeln. Es sei richtig das der Bund seine Überschüsse in Bildung investiere, dies dürfe aber den Schulen nicht zusätzliche Aufwand bescheren und brauche professionelle Betreuung. Außerdem will er leistungsfähige Glasfaseranschlüsse an jeder hannoverschen Schule.

Er habe übrigens auch Zweifel, ob ein weiteres Gymansium in der Stadt wirklioch benötigt wird, und ob es nicht besser eine weitere IGS gegen müsse. Denn die Anmeldezahlen in den Gymnasien sind in den fünfsten Jahrgängen groß, die Zahl der Schülerinnen und Schüler schmelze danach aber wieder ab. Dann steige der Druck in den anderen Schulformen im Hinblick auf die Schülerzahlen wieder an. Ein Erfahrung, die die Schulleiterin der IGS-List bestätigt.

Oft, so schildert es vor allem der Schulleiter der Ricarda Huch Schule, sind es die einfachen Dinge, die unvorstellbar viel Aufwand machen. Die Ricarda ist offiziell eine fahrradfreundlliche Schule, musste aber fünf Jahre auf die Errichtung neuer Fahrradbügel warten. Die Anschaffung eines Schwebebalkens habe so lange gedauert, das sich in der Schule zunächst niemand mehr an die Order erinnern konnte. Nach gut acht Jahren. Marc sieht hier ebenfalls eine große Notwendigkweit besser zu werden. Künftig sollen die Schulen nur noch einen Ansprechparter in der Verwaltung brauchen, um ihre Angelegenheiten zu regeln. Der kümmere sich dann für den Kunden Schule um die Vernetzung der Verwaltung.

Ihm gehe es ums Machen, so Hansmann, einfacher, effizienter und schneller. Vielleicht reichten in vielen Fällen künftig auch 80-prozentige Lösungen, wenn der Aufwand für 100 Prozent die Dinge unverhältnimäßig verzögerte.

Und Fahrradbügel seien kein banales Thema. Derzeit kümmere sich ein einziger Sachbearbeiter in der Stadtverwaltung um die Errichtung neuer Fahrradbügel. Viel zu wenig und ein Hindernis beim Ausbau des Radverkehrs, so Marc.

Auch Passanten kommen beim Roten Sofa zu Wort. Etwa ein besorgter Bürger, der im Zuge der vom Bund zu verantwortenden Neuregleung der Grundsteuer Mehrbelastungen befürchtet. Noch ist es ein Gesetzwentwurf, die endgültige Ausgestaltung, insbesondere die Begutachtung und Einbeziehung der jeweiligen Werte bleibe also noch abzuwarten. Er werde als Oberbürgermeister die städtischen Hebesätze jedenfalls nicht erhöhen, so SPD OB Kandidat Marc Hansmann am Ende der mehr als einstündigen Veranstaltung.

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Der SPD-Oberbürgermeisterkandidat Marc Hansmann
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Marc Hansmann (SPD-OB-Kandidat, links) im Gespräch mit dem Leiter der Brüder Grimm Grundschule Thomas Schirrmacher
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Marc Hansmann (SPD-OB-Kandidat, links) im Gespräch mit der Leiterin der IGS List Dr. Petra Hoppe
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Die Bezirksbürgermeisterin Irma Walkling moderiert die Gesprächsrunde auf dem Roten Sofa mit dem SPD-OB-Kandidaten Marc Hansmann und dem Leiter der Ricarda-Huch-Schule Dieter Wignanek an.

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