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28. Februar 2021: Gespräch über die Bezirksratswahlen

Die Redaktion des Rundschreibens WORTlaut (Cornelia Walter) im Gespräch mit Thomas Bechinie und Hans-Jürgen Meißner über die Bezirksratswahlen am 12. September 2021.

WORTlaut: Den September 2021 habt ihr sicherlich rot markiert im Kalender?

Thomas Bechinie: Ja, klar zum einen wollen wir mithelfen ein starkes Bundestagsergebnis zu erzielen, aber für uns noch wichtiger ist wohl der 12. September, der Tag der Kommunalwahlen.

Hans-Jürgen Meißner: Darauf arbeiten wir als Fraktion schon seit einiger Zeit hin.

WORTlaut: Wie wollt ihr die Menschen im Stadtbezirk inhaltlich abholen?

Hans-Jürgen Meißner: Zum einen glauben wir, dass wir durch unsere wirklich gute Arbeit im Bezirksrat in den letzten 4 Jahren dieser Wahlperiode viele Zeichen gesetzt haben. Und zum anderen wollen wir deutlich machen, wo wir zukünftig die wichtigsten Themen sehen.

Thomas Bechinie: Den Anfang dazu hat die Klausurtagung im letzten Jahr gemacht. Wir haben vier Themen herausgearbeitet, die wir als die 4 Säulen unseres Wahlprogramms sehen: Kinder, Lebensqualität, Mobilität und Nachhaltigkeit/Umwelt.

WORTlaut: Habt ihr Beispiele aus den Bereichen?

Hans-Jürgen Meißner: Lebensqualität bedeutet bei uns im Quartier zum Beispiel die Begegnung miteinander. Die Plätze im Stadtbezirk sollen solche Orte werden. Der toll umgebaute Moltkeplatz z.B. soll ein Café erhalten. Der Moltkeplatz hat sich dann vom Spielplatz zu einem echten Stadtteilplatz entwickelt. Dieses Potenzial hat z.B. der Jahnplatz in Vahrenwald auch. Im Bereich Umwelt/Nachhaltigkeit setzen wir uns für den Erhalt unserer Kleingartenflächen ein. Wir Sozialdemokrat*innen sind verlässliche Partner*innen für alle Kleingärtner*innen. Und wir wollen „Platz da für junge Leute“ schaffen. Die tolle Entwicklung von „Gleis D“ in Vahrenwald wollen wir unbedingt weiter fördern. Da ist ganz viel Potenzial, insbesondere für die Jugendlichen.

Thomas Bechinie: Wir müssen lernen, Mobilität neu zu denken. Uns geht es nicht nur ums Fahrrad oder nur ums Auto. Wir wollen eine Begegnung aller Verkehrsteilnehmer*innen auf Augenhöhe.

Wir haben uns Beispiele dazu in Bremen angesehen. Gerade bei uns im Stadtbezirk lässt sich dazu viel entwickeln. Die auf unsere Initiative hin beschlossene Einbahnstraßenregelung rund um den Moltkeplatz ist ein Beispiel: Durchgangsverkehre werden verhindert, wir wollen teilasphaltieren, damit der Fahrradverkehr rollt und nicht holpert. Auch die Weiterentwicklung der Edenstraße zur echten Fahrradstraße gehört dazu. Weitere Schwerpunkte sind z.B. die Förderung der Kinderbetreuungseinrichtung „Märchenkoffer“ mit ihrem bilingualen Angebot und der Aufbau weiterer Betreuungsplätze. Auch das Nachbarschaftszentrum der AWO in Vahrenwald liegt uns als Begegnungsstätte am Herzen. Hier kombinieren wir das Thema Nachbarschaft und das Thema der „Best-Ager“.

WORTlaut: Das hört sich interessant an, wie wollt ihr in Corona-Zeiten eure Themen „an den Mann und die Frau“ bringen?

Thomas Bechinie: Wir wollen die Menschen natürlich mitnehmen und sind dankbar für Hinweise zu unseren Themen. Unsere Programmpunkte werden wir im Januar oder der ersten Februarhälfte auf einer Online-Tagung mit Multiplikator*innen aus dem Stadtbezirk diskutieren. In verschiedenen Themenräumen werden wir die einzelnen Schwerpunktthemen vorstellen und diskutieren.

Hans-Jürgen Meißner: Auch im Wahlkampf selbst werden wir in diesem „Corona-Jahr“ sicherlich stark auf die „neuen Medien“ setzen. Thomas und ich entwickeln als „Kampa.BZR.21“ dazu gerade etwas. (lacht)

Thomas Bechinie: Das wird in diesem Jahr noch relevanter sein als bisher. Und Jürgen und ich wollen nicht labern, sondern auf den Punkt kommen. Das kennt man doch von uns, oder?

WORTlaut: Ja klar, so kennen wir euch. Apropos…wie sieht es denn personell bei euch aus? Sind wir mit der Bezirksratswahlliste gut aufgestellt?

Thomas Bechinie: Wir sind sehr gut aufgestellt. Wir wollen wieder alle 26 Listenplätze besetzen, um den Wähler*innen das deutliche Signal zu vermitteln, dass wir die Mitte der Gesellschaft abbilden. Auch einige parteilose Menschen werden auf unserer Liste kandidieren, die dieses Signal aussenden. Wir haben dazu mit dem Ortsverein Gespräche geführt und der Vorstand wird den Mitgliedern einen Vorschlag präsentieren. Das letzte Wort haben natürlich die Mitglieder auf einer Wahlversammlung.

Hans-Jürgen Meißner: Wir machen deutlich, dass die engagierten Vahrenwalder*innen und Lister*innen bei uns richtig aufgehoben sind. Noch hat der Ortsverein die Kandidat*innen ja nicht final bestimmt, aber wir können sagen, dass wir mit Susanne Stucke eine ganz starke Vahrenwalderin im Spitzenfeld haben werden. Susanne hat zurecht in der letzten Wahl sehr viele Wähler*innen überzeugen können und ihr Fleiß und ihre Verlässlichkeit wird sicher im September wieder belohnt werden.

WORTlaut: Und wie sieht es bei euch aus?

Hans-Jürgen Meißner: Der Thomas ist ja nun wirklich gesetzt. Mit wie viel Elan und Mumm er den Fraktionsvorsitz ausfüllt, ist nun echt „knorke“. Thomas ist ja gebürtiger Berliner, da ist der Begriff goldrichtig. Er hat sich unglaublich viele Sympathien erworben und ist ständig im Stadtbezirk unterwegs.

Thomas Bechinie: Uiuiui, mal nicht so dicke. Aber richtig ist, dass ich die Funktion als Fraktionsvorsitzender unheimlich gern ausübe und das gerne weitermachen möchte. Mir war und ist immer wichtig, dass wir engen Kontakt zu den Mitgliedern des Ortsvereins haben. Deren Anliegen, Wünsche, Sorgen und Themen werden von uns immer mit oberster Priorität bearbeitet und es gibt immer eine Rückmeldung. Auch von den Bürger*innen werden wir inzwischen deutlich als „die Kümmerer“ wahrgenommen. Darauf bin ich stolz!

WORTlaut: Irma kandidiert ja leider nicht mehr als Bezirksbürgermeisterin.

Thomas Bechinie: Es ist sehr schade, dass sie sich entschieden hat, nicht mehr weiterzumachen, aber auch zu verstehen. Nach 10 Jahren im Amt und stetige Ansprechpartnerin für die Bürger*innen hat sie, glaube ich, ihr gesellschaftliches Engagement mehr als erfüllt. Wir sind sehr dankbar und stolz, dass wir darauf aufbauen können und sie wird uns sicherlich weiter beistehen und für Ratschläge zur Verfügung stehen. Mit Hans-Jürgen steht ein gebürtiger Lister zur Verfügung. Ich denke, mit seiner Art und seinem Engagement wird keine Lücke entstehen.

Hans-Jürgen Meißner: Das stimmt, Irma ist ein echtes Vorbild! Ja, ich traue mir das sicherlich zu, aber nun müssen wir erstmal die Voraussetzungen schaffen. Nur mit einer Mehrheit stellen wir wieder den Bezirksbürgermeister und die müssen wir uns erkämpfen. Aber wir sind auf einem guten Weg.

WORTlaut: Inhaltlich gut aufgestellt, personell auf einem guten Weg – wir wünschen euch alles Gute und viel Erfolg für den Wahlkampf!

Hans-Jürgen Meißner Foto: Hans-Jürgen Meißner
Hans-Jürgen Meißner

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